3 Gründe, warum Canva nicht die Grafiker:in ersetzt

3 Gründe, warum Canva nicht die Grafiker:in ersetzt. Canva ist als kostenloses Design-Tool in aller Munde. Doch es gibt mindestens 3 Gründe, warum Canva nicht die Grafiker:in ersetzt. | juliakleindesigns.de

Seit einigen Monaten ist die kostenlose Plattform Canva auf dem Vormarsch und bietet jedem die Möglichkeit professionelle Grafiken für Social Media, Flyerdesign und sogar Logos zu erstellen. Doch Vorsicht! Ist das wirklich professionell oder gibt es dabei etwas zu beachten?

Ich beobachte das als Grafikerin und Designerin etwas skeptisch und das nicht nur, weil ich mit Grafiken meinen Lebensunterhalt verdiene. Plattformen wie Canva verwässern die Wichtigkeit von gutem Design, weil plötzlich jeder in der Lage ist kostenlos Grafiken für das Business zu gestalten. Dadurch geht natürlich auch ein wenig die Wertschätzung und der Respekt vor dem Beruf als Grafiker:in verloren.

Ohne einen gestalterischen Plan hinter den Grafiken (auch Branding oder Corporate Identity genannt) kannst du dir bzw. deinem Business sogar schaden. Zum einen gibt es einfach gewisse Gestaltungsregeln die deine Grafiken für Social Media und Co. noch schöner machen und wenn es zu wirr auf deinen Kanälen wird, werden potenzielle Kunden evtl. abgeschreckt.

Aus diesem Grund möchte ich dir ein paar Gründe nennen, warum Canva nicht die Leistung der Grafiker:in und Designer:in ersetzt.

Was ist Canva eigentlich?

Canva ist ein kostenloses Design-Tool mit dem in kürzester Zeit professionell (aussehende) Grafiken erstellt werden können. Es gibt auch eine Bezahlversion, diese bietet ein paar praktische zusätzliche Funktionen. Von Social Media Grafiken, kurzen Videos und eingebaute GIFs auf Bildern… Die Möglichkeiten scheinen endlos und ich bin mir sicher, dass es in Zukunft noch mehr Funktionen geben wird, die uns das Erstellen von Grafiken erleichtern.

Ich selbst als Grafikerin nutze Canva auch, probiere rum und schaue mir an was möglich ist. Denn ich muss ja schließlich auch auf dem Laufenden bleiben und mag es sehr, wenn auch ich effizient arbeiten kann.

Doch es ist wichtig zu wissen, dass Canva eben auch einfach nur eine Plattform ist. Ein Tool, welches nur so gut ist wie derjenige der es bedient!

Also lass uns kurz darüber sprechen.

3 Gründe, warum Canva nicht die Grafiker:in oder Designer:in ersetzt

1. Zu viel Auswahl kann überfordern

Für deine Grafiken kannst du aus einer Vielzahl an Vorlagen auswählen. Aber nicht nur das: Schriften, Fotos, GIFs, kreisrunde oder quadratische Elemente, Pfeile und Herzchen… in der Bibliothek findest du so ziemlich alles.

Heute Rot und Gelb, morgen Grün mit Lila. Am Freitag eine schnörkelige Schrift und dann am Montag wieder etwas mit Serifen. Häh?

Wer die Bausteine wie Schriften, Farben und Motive nicht vorab festgelegt hat kommt hier schnell ins Schwimmen. Stundenlang klickt man sich von einer Möglichkeit zur nächsten und hat immer noch nicht das erledigt worum es geht: schnell und professionell erstellte Grafiken mit Canva!

TIPP: Kläre unbedingt vorher wie du deine Grafiken optisch aufbauen möchtest und was sie kommunizieren sollen, z. B.:
1. Maximal 3 Schriften und Schriftgrößen – für ein einheitliches Erscheinungsbild
2. Wiederkehrende Motive – für den “ach das ist doch von”-Effekt
3. Stimmige Farbauswahl – für ein visuelles Wohlgefühl

2. Kostenlose Vorlagen die alle benutzen – Wiedererkennungswert

Wenn ich durch Instagram scrolle sehe ich oft eine Vorlage bei verschiedenen Accounts. Denn es ist ja so einfach: Vorlage von Canva laden, Bild hinzufügen, Farbe im Balken ändern, Schrift kurz anpassen, speichern, fertig!

Wer hier nicht aufpasst verliert seinen Wiedererkennungswert, denn die Inhalte sind wahllos austauschbar. Auch deine Mitbewerber nutzen vermutlich Canva. Sei dir dessen einfach bewusst!

TIPP: Mach deine eigene Version draus! Das kannst du zum Beispiel machen in dem du ein paar Vorlagen miteinander kombinierst. Natürlich nicht alle Elemente auf einmal, aber wenn du aus drei Vorlagen jeweils zwei Gestaltungselemente kopierst und in deine eigene Vorlage bei Canva einfügst bist du schon auf einem sehr guten Weg.

3. Keine Beratung

Du stehst noch ganz am Anfang und hast eigentlich überhaupt keine Ahnung welche Farben, Motive und Schriften du für dich und dein Business nutzen möchtest? Am Anfang ist die Überforderung vermutlich groß. Canva bietet dir die Möglichkeiten, doch umsetzen musst du es alleine.

Um dein Business (Dienstleistung, Online-Shop, Produktlinie usw.) visuell zu einer Marke zu machen lohnt es sich die Eckpunkte vorher festzulegen. Dafür kannst du bei mir ein Brandingpaket buchen, welches wir gemeinsam erarbeiten.

Wir besprechen alles was nötig ist: Hast du ein Logo? Was sind deine Werte? Wie sieht dein Alleinstellungsmerkmal aus? Wir legen Farben, Schriften und Motive fest: für einen hohen Wiedererkennungswert. Und ich bleibe dir als Ansprechpartnerin für Rückfragen in der Gestaltung erhalten! :)

Damit kannst du dann loslegen! Mit deinem Branding Board hast du einen großartigen Spickzettel an der Hand, für deine eigenen Grafiken die du mit Canva erstellen kannst.

Du möchtest mehr zum Brandingpaket erfahren? Vielleicht möchtest du sogar individuelle Vorlagen nur für dich und dein Business, um dann mit dem kostenlosen Design-Tool Canva durchzustarten? Dann melde dich bei mir: hallo(at)juliakleindesigns.de


Zu guter Letzt möchte ich aber auf jeden Fall betonen das ich nicht gegen Canva bin, sondern dafür sensibilisieren möchte dieses Design-Tool bestmöglich zu nutzen. Vor allem wenn du ein gutes gestalterisches Auge hast, spricht überhaupt nichts dagegen es zu verwenden. Im Gegenteil!

Ich bin davon überzeugt, dass Canva viel eingeschlafene Kreativität in einigen Unternehmern weckt und das finde ich großartig! Meine Vision ist es dich dabei zu unterstützen mehr kreative Energie in deiner Arbeit an und in deinem Business zu integrieren. Und wie gesagt, ich selbst nutze auch Canva.

Als holistische Designerin unterstütze ich dich dabei, genau diese kreative Energie wieder einzuladen und dich auf diese Weise mit deinem Business zu verbinden! Klingt spirituell? Ist aber ganz natürlich. :)

Kreative Grüße, Julia

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.